Seit einigen Tagen geistern Meldungen durchs Netz, das viele Smartphones mit Spionage-Software à la Rootkit (CarrierIQ) infiziert sind. Die Software wurde für Provider entwickelt um Messungen zur Verbindungsqualität etc. durchzuführen. Allerdings ermöglicht es die Software auch, jeden Tastenanschlag aufzuzeichnen und zu versenden. Zugriff besteht beispielsweise auf das Telefonbuch und Adressen, SMS und E-Mail-Nachrichten sowie SSL-Sessions. Grundsätzlich kann das komplette Gerät ausgelesen werden – Passwörter sind nicht länger sicher, Homebanking sollte man erst gar nicht mehr mobil mit betroffenen Geräten erledigen.
Das Rootkit wird ab Werk auf dem Gerät ausgeliefert und ist tief im OS verborgen. Aufgedeckt wurde dieser Skandal wieder einmal durch Hacker. Laut Medien sind viele mobile Betriebssysteme betroffen, so zum Beispiel Android, iOS, BlackBerry und Nokia.
Apple hat in einem ersten Statement die Angelegenheit heruntergespielt und mitgeteilt, das nur noch Reste der Software im aktuellen iOS 5 enthalten sind. In der nächsten Version soll es dann ganz aus dem Betriebssystem verbannt werden. Angeblich kann man das Senden von Nutzungsdaten mit folgenden Schritten unterdrücken:
Einstellungen > Allgemein > Info > Diagnose & Nutzung > Nicht senden
Wer auf seinem Android-Geräten nach dem digitalen Spitzel suchen möchte, kann die App Voodoo Carrier IQ Detector installieren – allerdings liegt diese Version noch als Beta vor und liefert nicht unbedingt verlässliche Infos.
Quelle: T3N – Carrier IQ: So testet du, ob dein Android-Smartphone infiziert ist
CarrierIQ: Spionage-Software auch in iOS entdeckt


1 Kommentar
Julian sagt:
2. Dezember 2011 von 19:07 (UTC 1 )
Eigentlich müssten jetzt alle Smartphoneuser aus Protest Zahlungen an den Provider einstellen und die Geräte gegen die Wand werfen. Ich sehe das nirgendwo und es ist enttäuschend wie wenig manchen ihre Daten wirklich wert sind.